Dienstag, 23. August 2016

Ein Brotaufstrich macht Frühstücksbrötchen zum Eiweiß-Snack

Cenovis, Marmite und Vegemite. Wer zum Frühstück einen Brotaufstrich sucht mit hohem Proteinanteil und jede Menge wichtiger Vitamine, dabei aber so früh am Morgen noch keinem Tier dafür den Garaus machen will, seien diese zwar altbekannten aber in Vergessenheit geratenen Hefeextrakte aus der Schweiz, Großbritannien und Australien ans Herz gelegt.

Hefe entsteht als Abfallprodukt bei der Bierbrauerei, und es musste deshalb ein Verfahren her, das daraus ein vernünftiges Produkt herstellen konnte. Seitdem gibt es diesen Brotaufstrich, der sich aber auch zu einer wohlschmeckenden Suppe verarbeiten lässt: einen Löffel der Masse mit einer Tasse heißem Wasser übergießen, fertig!

Ganz gewitzte Forscher in Australien haben jetzt entdeckt, dass man aus Vegemite Bier herstellen kann – wen wundert's? – und dies offensichtlich preisgünstiger als herkömmliches Gebräu.

Für uns Filinu-Diätler kann es zumindest eine willkommenen Abwechslung am Frühstückstisch sein, wo sonst zucker-, fett- und zucker-fettlastige Zutaten die Herrschaft über den morgenmüden Magen übernommen haben.

Dienstag, 11. August 2015

Sind Verbraucherschutzminister Menschen, die sich vor uns Verbrauchern schützen?

Seehofer und Aigner, dass beide Bayern sind und beide CSU-Dunkelschwarze, ist wohl in dem hier zu besprechenden Fall wohl eher Zufall.

Ist eigentlich das Verweigern einer Antwort schon eine Lüge? Ich denke ja. Wenn also die Herausgabe von Forschungsergebnissen im Zusammenhang mit Druckfarbe in Lebensmitteln zunächst verweigert, danach in geschwärzten Texten vorgelegt wird, dass das Ministerium nach weiterem Rechtsstreit von Richtern zur Herausgabe der Untersuchungsergebnisse zwar verdonnert wird, jetzt aber die Lebensmittelindustrie gegen diesen Richterspruch jahrelang zu Felde ziehen konnte, zeigt, was Verbraucherschutz hierzulande in Wahrheit ist:

Der Schutz der Industrie, ihrer Besitzer und ihrer von uns bezahlten Handlanger in den Ministerien vor uns Verbrauchern.

Woran das liegt? Am seit langem mehr und mehr aus dem Gleichgewicht geratenen Kräfte. Hier die vom Neoliberalismus gestärkte Unternehmerseite, dort die vom Neoliberalismus geschwächten Arbeitnehmer und Verbraucher. Zehn Jahre Rechtsstreit kann sich eben nur leisten, wer in seine Produkte eine riesige Rechtsabteilung einpreisen kann. Oder noch einfacher und das für lau, wenn er ein von uns gewählter Volksvertreter ist, der jede Waffe, die wir ihm zur Bekämpfung von Betrug, Ungerechtigkeit und verbraucherverachtender Gier, gegen uns Verbraucher richtet.

Wieso darf ein Minister Fakten zurückhalten, die belegen, dass teilweise krebserregende Druckfarben von der Verpackung in unsere Lebensmittel geraten? Ganz einfach: Weil er es kann. Weil er sich dabei offensichtlich auf ein höheres Rechtsgut als den Verbraucherschutz berufen kann. Oder - Totschlagargument Nr. 1 - weil Arbeitsplätze dranhängen!

Und weil der Minister fest damit rechnen darf, dass keiner von uns Verbrauchern auf die Idee käme, gegen ihn und seine Vertuschung vorzugehen, obwohl in den letzten 10 Jahren möglicherweise eine ganze Reihe von Verbrauchern wegen der Industriehörigkeit dieser Minister ihr Leben gelassen haben.

zum Weiterlesen

Fazit für uns Filinu-ler: Uns Verbraucher müssen wir selber schützen. Vor unseren Ministern und unseren Unternehmern.

Und wir wissen ja: Wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss .... u.s.w. sein wird, wird der weiße Mann begreifen, dass man Dollars zwar fressen kann, die Druckfarbe ihn dabei aber umbringen wird.

Donnerstag, 6. August 2015

Schon kleiner Stress macht Lust auf Süß-Fettes

Jetzt ist es quasi amtlich: Auch moderater Stress hat das Potenzial, unsere Selbstkontrolle zu torpedieren.

Wer sich also nach diesem Ergebnis einer aktuellen Studie noch wundert, dass beispielsweise das Bombardement der WhatsApp-Sprechblasen die Konzentration, diese Königin der Selbstkontrolle, massiv stören kann, ist offensichtlich belehrungsresistent.

Stephan Bayer / pixelio.de

Auch wer jetzt noch glaubt, dass das permanente Quäken der Kinder das Homeoffice nicht zu einer ziemlich ineffizienten Einrichtung werden lässt.

Gleich mehrere Bereiche sind in unserem Gehirn für die Entstehung von Stress zuständig; dasselbe gilt für die Selbstkontrolle. Weil man wohl nicht genau wüsste, wo überhaupt, ist in diesem Bereich das Vorbeugen deshalb dem "ziellosen" Bohren vorzuziehen.

Eine offensichtlich typische Art ziellosen Bohrens ist beispielsweise die spontane Nahrungsaufnahme von süß-fettem Ungesundem.

Fazit: Nur wirklich störungsfreies "Mono-Tasking" bringt uns zu Höchstleistungen, bringt uns in den Flow.

 

Sonntag, 2. August 2015

Pestizide greifen Spermien an

Wer glaubt, mit vegetarischer Lebensweise den Stein der Weisen gefunden zu haben, wird von einer Studie aus den USA enttäuscht sein: Männer, die viel Obst und Gemüse zu sich nehmen, laufen Gefahr, durch anhaftende Pestizide ihre Fruchtbarkeit zu verlieren. Unbelastetes Gemüse zeigt diesen Effekt nicht.

Erich Westendarp / pixelio.de

 

Fazit: Vegetarismus allein genügt offensichtlich nicht, Bio-Vegetarismus muss es sein. Sonst könnten die Fleisch(fr)esser evolutionstechnisch bald die Nase vorne haben - und nicht nur die.

 

Freitag, 31. Juli 2015

Sind Vegetarier die besseren Menschen oder die besseren Menschen Vegetarier?

Lassen wir mal den "Obervegetarier" Adolf Hitler beiseite, dann scheint die Aussage richtig zu sein: Vegetarier sind die netteren Leute, vorurteilsfrei und antiautoritär. 
Studien bestätigen das. 
Aber tun sie das wirklich?
Die klare Antwort: Ja, das tun sie. 
Aber beweisen sie damit auch, dass wer nur Obst und Gemüse isst, ein besserer Mensch wird, sich den Autoritäten weniger fügt als Fleisch(fr)esser? 
Nein. (Denn wenn es so wäre, wäre Vegetarismus längst verboten - von der Kirche, beispielsweise. Und von Hitler!!)
Aber makabrer Spaß beiseite. 
Kausalität wäre das, wenn eine bestimmte Nahrungsmittelwahl ein bestimmtes Verhalten wirklich auslösen würde. 
(Nur) Korrelation wäre es, wenn dieser gefundene Zusammenhang zwar wahr aber rein zufällig ist. Dann könnte auch eine umgekehrte Kausalität bestehen: Der (von sich aus) "nette" Mensch neigt zur vegetarischen Ernährungsweise - aber "Dabbeljuu" Bush könnte sich vollstopfen mit Vegetables und bliebe höchst wahrscheinlich trotzdem der bibelfeste Waterboarding-Rep. 

Übrigens: Eine der wenigen Kausalitäten auf dem Gebiet der Ernährung ist folgende:
Omega-3-Fettsäuren reduzieren aggressives Verhalten. Speziell jene aus Fisch!

Fazit: Augen auf bei der Wahl der Nahrungsmittel(empfehlungen)!

Hier Links zum Weiterlesen:

Donnerstag, 30. Juli 2015

Bananen essen wie Eis am Stiel

Die Idee stammt von dieser Website: Wer speziell als Single vernünftig Bananen einkauft - also mehrere Kilo pro Einkauf - hat das Problem, dass nach einigen Tagen diese gelben Dinger schlapp machen und nicht nur außen, sondern auch innen unappetitlich braun werden. Einfrieren kann dies verhindern. Die schlechte Nachricht aber gleich vorweg: Wer glaubt, dass das aufgetaute Produkt sich wie eine "normale" Banane essen lässt, wird enttäuscht sein. Die Zellstruktur ist so stark zerstört, dass diese aufgetautete Frucht ihre Form verliert. Für Bananenmilch oder eine Quarkspeise eignen sie sich aber hervorragend. Und - lecker, lecker - für in Milch eingeweichten Zwieback, in den man mit einer Gabel eine Banane zerdrückt!
Was aber ganz neu in Ihr kulinarisches Leben treten könnte ist die Banane direkt aus dem Froster. Sie schmeckt - man solls kaum glauben - wie Bananeneis
Wenn wir vor dem Einfrieren die Banane halbieren und einen Zahnstocher oder einen Stick, wie wir ihn beim Aufspießen von Käsewürfeln verwenden - in jeweils eine Bananenhälfte stecken, kriegen wir beim (Eis-)Essen auch keine kalten Finger.
Vor dem Einfrieren können wir die Bananen zusätzlich in gehackten Mandeln oder Nüssen wälzen - und zusätzlich mit einem Schokoladenüberzug versehen.
Wer sie vor dem Einfrieren mit Zitronensaft beträufel, verhindert gänzlich, dass die Bananen sich im Eisschrank verfärben, was die tiefen Temperaturen allerdings auch schon ziemlich perfekt verhindern.


Mittwoch, 29. Juli 2015

Das Märchen vom Jo-Jo-Effekt

Wer eine Diät macht, muss mit dem gefährlichen Jo-Jo-Effekt rechnen. Weil "guter" Journalismus zu 90 + Prozent das Nachäffen und Nachschwätzen von griffigen, weil bildhaften Parolen ist, ist dieser Satz im geistigen Allgemeingut der westlichen Welt inzwischen fest eingerastet. Und ist trotzdem so falsch.
Suggeriert er doch, dass es die Diäten sind, die diesen Effekt erst auslösen. Dabei bringt es in unseren Breitengraden der Wechsel der Jahreszeiten mit sich, dass unser Körpergewicht um eine gesunde Mittellage auf und ab schwankt. Winterspeck und Bikini-Figur sind die entsprechenden Wörter, die diesen Wechsel unseres Körpergewichts am besten beschreiben. Kein vernünftiger Mensch käme aber auf die Idee, den wechselnden Jahreszeiten die Schuld an diesem natürlichen und alles andere als gefährlichen Jo-Jo Effekt zu geben. In früheren Zeiten hat sich das Schwanken des Gewichts um eine Mittellage noch von selbst ergeben: durch mehr Bewegung, durch harte Arbeit in Zeiten des Aussäens und der Ernte, durch mehr Muse im Winter. 
In Zeiten des ganzjährigen (!) Nahrungsmittelüberschusses, in dieser adipösen Umwelt, also, gelingt dies nur noch bei den allerwenigsten Menschen "ganz von selbst".
Ein profundes Mittel der Wahl sind dabei Diäten. Diese Diäten verursachen demnach nicht den Jo-Jo-Effekt, sondern ganz im Gegenteil: Sie sorgen dafür, dass dieser natürliche Jo-Jo-Effekt auch in dieser adipösen Umwelt überhaupt noch stattfinden kann.
Die Alternative wäre das, was amerikanische Forscher an ihren Mitmenschen entdeckt haben: Diese wachsen (in die Breite (!)) in Form von Jahresringen – wie Bäume! Dabei "wachsen" Amerikaner vor allem zwischen dem Erntedankfest und dem Weihnachtsfest, also zwischen Truthahn und Weihnachtsgans - und halten dann tapfer dieses neue Gewicht bis zum nächsten Spätsommer.
Fazit: Wer in der heutigen Zeit sein Gewicht halten will, muss diesen natürlichen und deshalb gesunden Jo-Jo-Effekt, wo nötig, unterstützen: mit der geeigneten Diät.
Wir Filinu-ler haben dafür unsere Filinu-Diät, die eigentlich eine Filinu-Lebensweise ist.